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MosambikÖlkonzern Total zieht sich zurück

Der französische Ölmulti Total zieht sich bis auf Weiteres aus seinem gigantischen Flüssiggasprojekt im Norden Mosambiks zurück. In einer am Montag veröffentlichten Erklärung aktiviert Total die Vertragsklausel von „höherer Gewalt“ (force majeure) zur Einstellung seiner Aktivitäten, nachdem es bereits sein komplettes Personal abgezogen hat. Der Rückzug folgt auf die mehrtägige Besetzung der Stadt Palma direkt neben dem geplanten Flüssiggasterminal Afungi durch militante Islamisten Ende März, die Zehntausende von Menschen in die Flucht geschlagen hat. Total ist der Betreiber des Projekts „LNG Mozambique“, Afrikas größtem Gasprojekt außerhalb Nigerias, das ab 2024 Flüssiggas vor allem nach Asien liefern soll. Die Verträge blieben gültig und das Projekt sei nur ausgesetzt, präzisierte Mosambiks Regierung in Reaktion. Der Rückzug wegen „höherer Gewalt“ ermöglicht es Total aber, seine Verträge mit Zulieferern und Dienstleistern zu canceln. Dies dürfte Berichten zufolge zum Verlust von 54.000 Arbeitsplätzen im Norden Mosambiks führen. Eine Wiederaufnahme der Arbeiten sei frühestens 2022 zu erwarten. (taz)

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