: Morsleben: Transportklage
■ Endlager-Gegner wollen weiter klagen
Die Gegner des atomaren Endlagers in Morsleben (Sachsen-Anhalt) wollen ihren Kampf vor Gericht mit allen Mitteln fortsetzen. Neben der laufenden Verfassungsbeschwerde gegen die Wiederinbetriebnahme vom vergangenen Juni soll auch gegen die bevorstehenden Transporte von radioaktiven Stoffen nach Morsleben geklagt werden. Darauf einigten sich die klagenden Gruppierungen bei einem Treffen am Samstag in Magdeburg. Die zu erwartenden hohen Kosten des Rechtsstreits sollen vor allem durch Spenden aufgebracht werden.
Die Rechtsanwältin Claudia Fittkow sagte nach dem Treffen, sie fürchte, daß bald mit einem „regen Atomtourismus“ nach Morsleben zu rechnen sei. Teilnehmer der Veranstaltung wiesen auf die Gefahren hin, die von solchen Atommülltransporten für die Bevölkerung ausgingen. Frau Fittkow warf der niedersächsischen Landesregierung vor, nicht wirklich an einer Stillegung Morslebens interessiert zu sein: „Sie wird sich zwar verbal gegen Morsleben äußern aber insgeheim froh sein, wenn ein Endlager Morsleben sie von ihrem Entsorgungsdruck befreit.“ dpa
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