: Mitschüler aufgehängt
■ Jugendliche bestreiten Tötungsabsicht
Die drei Jugendlichen, die nach Ermittlungen der Justiz im Januar einen Mitschüler hängen wollten, haben am gestrigen ersten Prozeßtag jegliche Tötungsabsicht bestritten. Die Staatsanwaltschaft hat die 16- und 17jährigen wegen versuchten Totschlags angeklagt. Die Öffentlichkeit ist von der Hauptverhandlung vor einer Jugendkammer des Landgerichts ausgeschlossen.
Nach Angabe von Prozeßbeobachtern haben die Jugendlichen ausgesagt, sie seien bei ihrer Tat von vielen Mitschülern angefeuert worden. Opfer war ein 16jähriger Schüler, der in seiner Klasse als Außenseiter galt (die taz berichtete). Die mutmaßlichen Täter hatten ihm laut Anklage in der Umkleidekabine einer Schulsporthalle die Schlinge eines Judo-Trainingsseils um den Hals gelegt und fest zugezogen. Dann hätten sie ihn auf eine Bank gestellt, das andere Ende des Seiles über einen metallenen Lüftungsschacht geworfen und ihr Opfer einige Zentimeter in die Höhe gezogen. dpa
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