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Mit CD ab durch die Mitte

Bonn (taz) - Verkehrssünder aller Länder tummeln sich fröhlich in Bonn: allein 1989 haben dort Diplomaten insgesamt 10.022 mal gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen. Das sind, wie die Stadt in einer gestern veröffentlichten Statistik bejammert, 553 Verstöße mehr als im Jahr davor. Wer ein Auto mit CD-Schild fährt, kann aber für solche Delikte nicht belangt werden. Er darf ungestraft im Halteverbot parken und selbst wenn er entgegengesetzt in eine Einbahnstraße fährt oder eine Ausfahrt blockiert, kann er nicht zur Kasse gebeten werden.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen