: Militärische TV-Entwicklungshilfe
Mit 30 Millionen Dollar will das Pentagon die Entwicklung der neuen sogenannten High-Definition-Fernseher fördern. Das berichtete das 'Wall Street Journal‘ in seiner Wochenendausgabe. Die US-Militärs wollen dabeisein, wenn Anfang der neunziger Jahre weltweit die neue Generation von Fernsehern mit Kino-ähnlicher Bildqualität auf den Markt kommt.
15 Millionen Dollar sollen in die Entwicklung neuer Bildschirme gesteckt werden; der gleiche Betrag wird für TV -Elektronik freigegeben, die die Übertragungssignale auffängt. Das Marktpotential für die High-Definition -Fernseher wird als so hoch eingeschätzt, daß die zuständige Federal Communications Commission technische Standards vorschreiben will und das US-Wirtschaftsministerium die Industrie aufgefordert hat, wieder Fernseher zu bauen.
Über Jahre hat das Pentagon die Entwicklung von Computern und Lasern vorangetrieben, einerseits, um nicht auf ausländische Lieferanten angewiesen zu sein, andererseits als eine Art verdeckter Wirtschaftsförderung. Jetzt soll der Vorsprung europäischer und japanischer TV-Hersteller eingeholt werden. Ein Konsortium von europäischen Elektronikkonzernen unter der Führung von Philips entwickelt derzeit die Standards für die neue Technik und lobbyiert kräftig in den USA, um diese Standards auch dort verbindlich zu machen. Ziel: Die Kästen sollen überall baugleich verkauft werden können. Perspektive: In den USA sollen die japanischen Hersteller Marktanteile zugunsten der Europäer einbüßen. Ob sich in den USA ein Unternehmen findet, das mitmischen will, wird sich bald zeigen. Die Ausschreibungsfrist für die Pentagon-Aufträge endet am 13.Februar.
diba
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