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■ TogoMilitär randaliert

Lome (AFP) – Bei schweren Ausschreitungen togoischer Soldaten und Polizisten gegen Mitglieder der Opposition sind am Samstag in der Hauptstadt Lome nach einer offiziellen Bilanz mindestens fünf Zivilisten getötet und 14 weitere verletzt worden. Soldaten und Polizisten drangen in mehrere Stadtteile ein, die zu den Hochburgen der demokratischen Opposition zählen, und eröffneten das Feuer. Unter den Todesopfern war auch ein elfjähriger französischer Junge, der von der Präsidialgarde erschossen wurde. Kurz vor Beginn der Unruhen hatte das staatliche Fernsehen die Leichen von zwei getöteten Angehörigen der Sicherheitskräfte gezeigt. Den Angaben zufolge war am Donnerstag ein Polizist erwürgt und am Freitag ein Soldat lebendig verbrannt worden. In der Nacht zum Sonntag kam es zu Plünderungen im Stadtzentrum Lomes. Uniformierte sprengten die Türen zu Geschäftsräumen und Lagern auf, auch die Schießereien gingen weiter. Gestern morgen flohen Tausende Einwohner aus Lome. Die Menschen verließen die Stadt zu Fuß, in Autos oder in Bussen. Viele wollten in ihre Heimatdörfer, nach Ghana oder Benin. Lomes Zentrum war am Sonntag menschenleer.

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