Mietpreisbremse: Mieter trauen sich nicht zu klagen
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Fast zwei Jahre nach Einführung der Mietpreisbremse wehren sich mehr Berliner gegen hohe Mieten. Die Zahl der Verfahren habe zugenommen, sei aber immer noch klein, sagte Mietervereins-Geschäftsführer Reiner Wild am Wochenende. „Die meisten Mieter trauen sich weiterhin nicht.“ Vor einem Monat hatte ein Berliner Mieter vor dem Landgericht recht bekommen, eine niedrigere Miete und eine Rückzahlung von mehr als 1.100 Euro erstritten.
Mehrere Internetseiten bieten Hilfe bei den Verfahren an. Der Service sei gefragt, sagte der Mitgründer von wenigermiete.de, Daniel Halmer. Seit Jahreswechsel hätten bundesweit bereits mehr als 10.000 Interessenten einen Onlinefragebogen ausgefüllt, um zu erfahren, ob sie möglicherweise zu viel zahlten. Daraus habe sich eine dreistellige Zahl von Verfahren ergeben. Viele Menschen trauten sich allerdings nicht, ihr Recht durchzusetzen. Wer sich gegen seine hohe Miete wehrt, kann nach Berechnungen des Portals monatlich im Schnitt 220 Euro rausholen. (dpa)
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