Mexiko: Mindestens 39 Migranten in Gewahrsam verbrannt
Bei einem Brand in einer mexikanischen Unterkunft für Migranten sind in der Nacht zum Dienstag nach Angaben der Regierung mindestens 39 Menschen getötet worden, lokale Medien berichteten bereits von 41 Toten. Der Brand brach in einer Einrichtung in der Stadt Ciudad Juárez nahe der Grenze zu den USA aus, in der Migranten festgehalten werden. Einem Rettungshelfer zufolge sollen sich insgesamt rund 70 Menschen in dem Gebäude aufgehalten haben, die meisten von ihnen aus Venezuela. Das Feuer brach kurz vor Mitternacht aus und löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP beobachtete vor Ort, wie Feuerwehrleute und Retter abgedeckte Leichen auf den Parkplatz vor der Unterkunft trugen. Rund um die Brandstelle gab es eine hohe Militär- und Polizeipräsenz. Die Brandursache blieb zunächst unklar, in lokalen Medien wurde allerdings unter Berufung auf Zeugen und Sicherheitskräfte berichtet, Insassen hätten möglicherweise aus Protest Matratzen angezündet und so das Feuer verursacht. Ciudad Juárez ist eine mexikanische Grenzstadt, die dem texanischen El Paso direkt gegenüberliegt. Zahlreiche Migranten, die in den USA Zuflucht suchen, stranden in Ciudad Juárez, oftmals weil ihnen die nötigen Dokumente fehlen. (afp/taz)
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