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■ Menschenschmuggel in KielErmittlungen wegen Totschlags

Kiel (AP) – Völlig erschöpft sind acht Iraker und ein Iraner kurdischer Herkunft in einem Lastwagen-Container entdeckt worden. Die Flüchtlinge waren gezielt aus ihren Heimatländern nach Riga geschleust worden, so hat die Grenzpolizei in Kiel ermittelt. Dort wurden sie für eine vierzig Stunden dauernde Überfahrt in dem lettischen Frachter „Mercury 2“ versteckt.

Den Schleusern hätten die achtzehn- bis zwanzigjährigen Männer zwischen 1.000 und 5.000 Mark bezahlt. Die Staatsanwaltschaft hat gegen die Menschenschmuggeler Anklage wegen versuchten Totschlags erhoben. Der zur Flucht benutzte Lastkraftwagen sollte mit den blinden Passagieren nach Holland fahren. Bei einer Vollbremsung sind die Männer von der Holzladung verletzt worden, unter der sie sich versteckt hatten. Sie wollen nach Angaben des Grenzschutzamts jetzt in Kiel Asyl beantragen. Bereits Anfang Dezember waren in Kiel auf einem Frachtschiff zwölf Kurden aus einem verplombten Container gerettet worden.

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