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Mehr Wasser verbrauchen und dabei sparen

Die BerlinerInnen verbrauchen immer weniger Wasser. Doch statt die Sparsamkeit mit niedrigen Preisen zu belohnen, wollen die Berliner Wasserbetriebe (BWB) die BürgerInnen anspornen, mehr Wasser zu verbrauchen. Andernfalls drohe ein höherer Wasserpreis, hieß es bei den BWB. Berlin habe so viel Grundwasser, erläuterte BWB- Sprecher Natz, daß niemand ein schlechtes Gewissen haben müsse, der zweimal am Tag dusche. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) forderte dagegen ein „vernünftiges Wassermanagement“. Nach Ansicht von Wolfgang Gossel vom BUND-Arbeitskreis Wasser ist es sinnvoller, insgesamt weniger Wasser zu fördern. In Friedrichshagen, im Grunewald und bestimmten Galerien in Spandau sei das möglich, ohne daß die Keller von Anwohnern unter Wasser stünden. Wenn die Wasserbetriebe zudem bei ihren Rechnungen einen Grundpreis einführten, der ihre Fixkosten abdecke, was im Jahr 2000 geschehen soll, brächte der geringere Verbrauch nicht so starke Einnahmeverluste. Die Grünen bezeichneten eine geplante BWB-Kampagne als „schweren umweltpolitischen Fehler“. taz

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