piwik no script img

■ MediaBazaarBitte keine Wahlwerbung

Potsdam (dpa/taz) – Für die Abschaffung von Wahlwerbung im Rundfunk hat sich erneut der Intendant des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (ORB), Hansjürgen Rosenbauer, stark gemacht. Rosenbauer regte an, die geplante Novellierung des Rundfunkstaatsvertrages und des ORB-Gesetzes zu nutzen, um die gesetzlich vorgesehene Verpflichtung zur Ausstrahlung von Wahlwerbung abzuschaffen. Hansjürgen Rosenbauer teilte mit, daß er die im Brandenburger Landtag vertretenen Parteien aufgefordert habe, den entsprechenden Paragraphen des ORB-Gesetzes zu streichen. Das sei auch im Hinblick auf eine Harmonisierung des brandenburgischen Rundfunkgesetzes mit dem von Berlin wünschenswert, das eine solche Verpflichtung für den SFB nicht vorsieht. Der Rundfunkrat des ORB hatte sich bereits im August des vergangenen Jahres mehrheitlich gegen Wahlwerbung im Rundfunk ausgesprochen.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen