piwik no script img

■ MediaBazaarMagnani beim BR

Frankfurt (epd) – 1987 hatte der Bayerische Rundfunk seine Italien-Korrespondentin Franca Magnani fristlos entlassen – wegen ihres „gestörten Vertrauensverhältnisses“ zum damaligen Rom-Studioleiter Wolf Feller (CSU). Jetzt hat die „Radikaldemokratin“, wie sie sich selbst nennt, in ihrem Rechtsstreit mit dem BR einen Teilerfolg erzielt: Ein Vergleich sieht vor, daß sie für den Sender zwei, vermutlich halbstündige Sendungen produzieren darf, die ins erste Programm eingebracht werden. Für Magnani, so sagt sie, war es „eine moralische Frage“, die Arbeit für ihren früheren Schwerpunkt, das ARD-Gemeinschaftsprogramm, wieder aufnehmen zu können. In den vergangenen Jahren war sie unter anderem für Hörfunk- und Fernsehprogramme anderer ARD-Anstalten als des BR tätig.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen