piwik no script img

■ MediaBazaarAust ist da

Der Spiegel hat einen neuen Chefredakteur – dafür aber keine Mitarbeitervertreter mehr. Am Freitag stimmten die fünf Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft der Mitarbeiter, die 50 Prozent am Spiegel hält, dem Ultimatum von Herausgeber Augstein zu, Stefan Aust zum neuen Chefredakteur zu machen. Anschließend traten sie geschlossen zurück – aus Protest gegen die Nötigung durch Augstein, wie aus der Hamburger Redaktion zu erfahren war. Sie seien angesichts von Augsteins Rücktrittsultimatum in ihrer Entscheidung nicht frei gewesen.

Am Dienstag hatte eine knappe Mehrheit der Mitarbeitervertreter bereits der Entlassung des bisherigen Chefredakteurs Hans Werner Kilz zugestimmt. Die anschließenden Verhandlungen, bei denen außer Aust nie ein ernsthafter Kandidat im Gespräch war, dauerten noch drei Tage, dann gab die Mitarbeiter KG am Freitag abend endgültig klein bei. Laut heutiger Hausmitteilung des Spiegel „mehrheitlich“.MR

Siehe Kommentar Seite 10

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen