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Marokko: Todeslager „abgerissen“

Berlin (taz) — Das marokkanische Militärgefängnis Tazmamart, in einem alten Fort im Atlasgebirge gelegen, soll nach Informationen aus Rabat vor kurzem „völlig abgerissen“ worden sein. Die Existenz dieses Gefängnisses, von Menschenrechtsorganisationen im In- und Ausland als „Todeslager“ bezeichnet, hatte Marokkos König Hassan II. immer dementiert. Es beherbergte über Jahre hinweg politische Gefangene in unterirdischen Verliesen. Ein US-Bericht zur Menschenrechtslage hatte vergangenes Jahr 29 Todesfälle in Tazmamart aufgezählt und von „ernsten Gesundheitsproblemen“ der überlebenden Häftlinge gesprochen. Die Insassen sollen nun nach Kenitra verlegt worden sein. Am 26. Septmeber tritt König Hassan einen USA- Besuch an. D.J.

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