: Manager vor Gericht
Die Ex-Aubis-Manager und Schlüsselfiguren der Berliner Bankenaffäre werden wegen Betrugs angeklagt
BERLIN afp ■ Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen die beiden Exmanager der Immobilienfirma Aubis erhoben. Klaus Hermann Wienhold und Christian Neuling, die eine Schlüsselrolle in der Berliner Banken- und Parteispendenaffäre gespielt hatten, wird gemeinschaftlicher Betrug und versuchter Betrug zur Last gelegt, wie die Justizbehörde gestern mitteilte. Laut Anklage sollen die beiden bei den Verhandlungen zur finanziellen Sanierung eines verlustreichen Geschäfts mit Plattenbauten falsche Angaben gemacht haben. Dadurch sei veranlasst worden, dass die Sanierungsgesellschaften überhöhte Zahlungen für die Fernwärme-Versorgung von 10.000 Plattenwohnungen leisteten. Allein von Januar bis September 2000 sollen mindestens 818.000 Euro zuviel gezahlt worden sein. Die bis 2014 übernommenen Zahlungsverpflichtungen wären dann um mindestens 15,3 Millionen Euro überhöht gewesen sein.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen