piwik no script img

■ Märkische FaserSanierungspoker

Potsdam (dpa) – Die Sanierung der Märkischen Faser AG (Premnitz) droht zu scheitern. Das Land Brandenburg will die als Starthilfe zugesagten 20 Millionen Mark nicht bezahlen, seit die Schweizer Alcor Chemie AG ihre Osterwerbung wieder loswerden will. Hinzu kommt eine Liquiditätskrise, die durch offene Forderungen an die Landesentwicklungsgesellschaft in Höhe von 17 Millionen Mark entstand. Ohne Staatshilfe könne aber auch die russische Ros-Textil nicht – wie geplant – in Premnitz einsteigen, hieß es gestern. Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) hat ein „Pokerspiel des schweizerischen Eigentümers“ ausgemacht, sein Wirtschaftsminister Hirche (FDP) sagt, die 17-Millionen-Forderung, mit der Altschulden beglichen werden sollen, sei „aus der Luft gegriffen“.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen