piwik no script img

■ MÜLLSCHIEBEREIENDeutsche Pneus haben Estlands Luft verpestet

Berlin (taz) — Über 500.000 Tonnen Altreifen und giftigen Chemiemüll wollte ein Berliner Kaufmann nach Estland verschieben. Er versuchte sogar, die Lieferungen als humanitären Akt zu verkaufen: Der Müll sollte im größten Heizkraftwerk Tallins verbrannt werden.

Inzwischen sind dem findigen Kaufmann die Behörden auf der Spur. Die Berliner Umweltkripo ermittelt. Augenzeugen von Greenpeace haben in Estland nicht nur deutsche, sondern auch norwegische und belgische Autoreifen gesichtet. Am Tag nachdem sich das estnische Parlament gegen den Deal ausgesprochen hatte, ging eine erste Ladung Reifen in Flammen auf. SEITE 2

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen