■ Kurz und fündig: Lungenkrebs durch Passivrauchen
München (dpa) – Neue Belege für ein erhöhtes Krebsrisiko durch Passivrauchen liefert eine Studie aus Neuherberg und Essen. Demnach haben „Mitraucher“ ein um den Faktor 1,5 erhöhtes Lungenkrebsrisiko, wenn sie über Jahre einer Rauchbelästigung ausgesetzt sind, teilte die Gesellschaft für Umwelt und Gesundheit (GSF) in Neuherberg bei München mit. Noch höher war die Gefährdung, wenn die Nichtraucher dem Passivrauchen am Arbeitsplatz ausgesetzt waren. Die Studie ist am GSF- Forschungszentrum und vom Essener Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie durchgeführt worden. In einem Zeitraum von sieben Jahren wurden 5.307 Patienten mit Lungenkrebs und 5.455 Kontrollpersonen in die Studie einbezogen. Wer sich zehn bis fünfzehn Jahre in stark verrauchten Arbeitsräumen aufhält, hat, verglichen mit nicht oder wenig belasteten Personen, ein fast doppelt so hohes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.
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