piwik no script img

Lokalkoloratur

Dem Hamburger Sportverein kann, anderslautenden Gerüchten zum Trotz, geholfen werden. Nach dem Rausschmiß von Vorstandsboß Rolf Mares stehen die Kandidaten für den Chefschleudersitz beim HSV nicht gerade Schlange. Auch Alt-Bürgermeister Henning Voscherau soll abgewunken haben. Doch nach taz-Informationen soll nun Heidi Kabel den Verein aus der Krise führen. Es wäre nicht das erste Mal, daß Hamburgs beliebteste Volksschauspielerin a. D. als Retterin in höchster Not erscheint. 1984 stellte sie sich an die Spitze der Bewegung zur Rettung der Werft HDW, und 1993 war sie ganz vorne mit dabei, als es um den Erhalt der Nikolaikirche ging. Inzwischen hat die Kabel viel Freizeit. Und wer wäre besser geeignet, als erste Frau zur First Lady eines Bundesliga-Vereins aufzusteigen und die Kaiserlichen aus Bayern das Fürchten zu lehren, als die ewigjunge Heidi, die in genau einem Monat gerade man 85 wird. kva

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen