piwik no script img

Liebe Hella von Viebahn,

■ Betr.: Leserbrief "Wortspielartiges" vom 14.11.94

wir bekommen recht häufig Briefe, in denen man uns auffordert, etwas zurückhaltender mit der Verwendung von Fremdsprachen zu sein. Wir sehen uns dann den Fall an, und meist muß man sagen: es lag kein Grund vor, es nicht auf deutsch zu sagen. Trotzdem passiert es immer wieder. Aus Trägheit behaupte ich. Wenn ich einen Fachterminus habe, dann macht es Mühe, einen geeigneten deutschen Ausdruck zu finden. Wenn ich kaum etwas weiß von dem Fachgebiet, wird es mir schwerfallen, den fremdsprachigen Begriff zu übersetzen. Aber auch, wenn ich mich gut auskenne, also um die zahlreichen Nuancen weiß, wird die Aufgabe nicht viel leichter. In manchen Fällen müßte man aufstehen, mal runter in die Kantine gehen, an etwas ganz anderes denken, dann würde man schon auf das passende Wort kommen. Aber der Redaktionsschluß droht...

Das Problem ist an Filmtiteln besonders schön zu studieren: „Wenn der Postmann zweimal klingelt.“

Mit freundlichen Grüßen Arno Widmann

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen