: Lieba Herr Verteidigungsminister! QUERSPALTE
Dett „Berliner Jungens uffm Kien“ sind, ham Se ja ooch jeschnallt — schließlich wolln Se die Bengels ab '92 in Ihre Kasernen sehen. Von wejen die Jerechtigkeit und so. Kannz ja ürjendwie vastehn, dett nich nur die Wessis alleene durchen Schlamm robben solln. Aber Kutte will det partout nich in'n Schädel rin. Kutte? Is sechzeehn. Kutte meent, det sei die „späte Rache“ von den Opis uff'r Hardthöhe, die endlich die Berliner mal die janze „Wehrscheiße fressen sehen wollen“. Also Kutte, sachich, det lehrn se Dir uff's Gümnasijum? Sacht der Lümmel: der Fischkopp Stoltenberg soll lieber die Luftblasen der vielen »historischen Stunden« einschlucken und einen schönen Kaviar draus legen, mit Symbolwert: Berlin — erste rekrutenfreie Hauptstadt der Welt. Und die Wessis, Kutte, sachich, die müssen dann wohl untern Helm, damit Du hinterm Ofen hocken kannst? Aber der hat sich det jenau überlegt. Wer nicht zum Bund will, soll Berliner werden. Kutte: „Ich bin ein Berliner, Kennedy war ein Berliner — wir sind alle Berliner.“ Die Welt als Ebenbild Berlins, so nennt det der kleene Klugscheißer. Ick weeß, Gerdi, Sie sind keen Visionär, Sie bleiben lieber korrekt mit Ihre zurückjekämmte Karpfen-Frisur. Na, muß ja ooch sein. Nüscht für unjut, Thomas Worm
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen