: Licht aus dem Osten
„Urban + Aboriginal“-Festival mit einem musikalischen Crashkurs China
Das neue Ding ist China. Ganz unbedingt. Eine Milliarde Chinesen können sich schließlich nicht irren, und da hilft es überhaupt nichts mehr, vor der schieren Größe zurückzuschrecken. Auch wenn die „Freunde guter Musik“ gleich eingestehen: „Es liegt nahe, dass die unermessliche kulturelle Vielfalt dieses riesigen Landes nicht annähernd erschöpfend behandelt werden kann.“ Nicht in diesen drei Tagen. Doch ein Grundkurs mag das „Urban + Aboriginal“-Festival schon sein, dessen 15. Ausgabe China gewidmet ist. Dessen Reiz besteht gerade darin, traditionelle Musik mit modernen Sounds zu kontrastieren. Uralte Ritualmusiken wechseln mit aktueller Clubkultur. Dass sich die Musiken aneinander reiben (wie das Gesellschaften überhaupt tun), und zwischendrin am Samstag sogar Derek Bailey Platz hat, der nun überhaupt kein Chinese ist, aber höchst beeindruckend über seine Gitarrensaiten zu stolpern versteht. Was hervorragend zur Pipa von Min Xiao-Fen passt. Eine westöstliche Gesprächsrunde. Ohne Diwan.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen