piwik no script img

Li Peng beendet Indien-Besuch

Neu-Delhi (afp) — Der chinesische Ministerpräsident Li Peng hat seinen sechstägigen Besuch in Indien beendet, der im Zeichen der Annäherung zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Staaten Asiens stand. Der indische Premierminister Narasimha Rao erklärte, die Grenzstreitigkeiten seien zwar noch nicht beigelegt, „aber das haben wir auch nicht erwartet“. Rao bekräftigte die indische Haltung zu Tibet, das von Neu-Delhi als autonome Region Chinas und nicht als unabhängiger Staat betrachtet wird.

Während des Besuchs von Li Peng war es zu Protesten von Tibetern gekommen, die in Indien im Exil leben. Auch der Dalai Lama, geistliches Oberhaupt der Tibeter, lebt in Indien. Li war der erste chinesische Regierungschef, der Indien seit dem chinesisch-indischen Grenzkrieg von 1962 besuchte.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen