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Die AnderenLeMonde

■ betr.: Die Pariser Zeitung zum Rückzug der Roten Khmer aus Phnom Penh

Die Pariser Zeitung zum Rückzug der Roten Khmer aus Phnom Penh:

Mit ihrem Rückzug aus Phnom Penh haben die Roten Khmer dem Friedensplan der Vereinten Nationen für Kambodscha erneut einen schweren Schlag versetzt. (...) Genauso wie im ehemaligen Jugoslawien hat die kostspielige Ohnmacht der UNO im Endeffekt die größten Eiferer dazu ermutigt, ihre Messer zu wetzen, und es ist nicht sicher, daß ein verspätetes Erwachen das Desaster eindämmen kann. (...)

Wie lange noch wird die UN-Übergangsverwaltung Unfähigkeit zeigen gegenüber Pol Pots Ambition, vierzehn Jahre nach seiner Vertreibung die Macht wieder an sich zu reißen? Wird sie den Mut haben, auf Thailand mit dem Finger zu zeigen, das als einziges Land – zum Schutz der materiellen Interessen gewisser Generäle – noch offiziell diejenigen unterstützt, die ihr eigenes Volk niedergemetzelt haben?

Die UNO-Übergangsverwaltung ... muß Maßnahmen ergreifen, um zu gewähren, daß die Ordnung aufrechterhalten bleibt, daß das Regime in Phnom Penh nicht seine Macht mißbraucht, um die Abstimmung zu fälschen, und sich nicht weigert, abzutreten, falls es bei den Wahlen verliert. Aber vor allem, damit die Roten Khmer, die sich durch ihre Weigerung, die Friedensvereinbarungen zu verwirklichen, außerhalb des Gesetzes stellen, in die Wälder abgedrängt werden.

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