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Länger Rückkehrhilfe

■ Senat: Bosnier können sich noch bis November zur Rückkehr entschließen

Die Anmeldefristen zum Starthilfeprogramm für Flüchtlinge aus Bosnien werden um zwei Monate verlängert. Einen entsprechenden Beschluss hat der Senat gestern gefasst. Damit können sich bosnische Flüchtlinge noch bis zum 1. November 1999 zur Rückkehr in ihre Heimat entschließen und sich im Büro der Ausländerbeauftragten eintragen, wie nach der Sitzung der Landesregierung mitgeteilt wurde.

Eine Neuauflage dieses Programmes im kommenden Jahr sei jedoch nicht vorgesehen.

Nachdem das erste Starthilfeprogramm zur freiwilligen Rückkehr 1998 gute Erfolge erzielt hatte, lief das Folgeprojekt 1999 aufgrund des Konflikts im Kosovo nur schleppend an, wie es hieß. Viele Rückkehrwillige hätten ein Übergreifen des Konflikts auf Bosnien befürchtet. Daher habe der Senat einer Fristverlängerung zugestimmt. Den in Berlin lebenden Flüchtlingen biete dieses Programm die letzte Gelegenheit, um mit Unterstützung zurückkehren zu können.

Das Förderprogramm 1999 zur freiwilligen Rückkehr von bosnischen Flüchtlingen war am 1. Juni in Kraft getreten. Es sieht eine individuelle Starthilfe von 2.000 Mark pro Kopf beziehungsweise maximal 6.000 Mark pro Familie vor. Daneben erhalten Kommunen, die Flüchtlinge aufnehmen, eine Aufbauhilfe von 2.000 Mark pro Person. Das Programm wird durch eingesparte Hilfen zum Lebensunterhalt finanziert. ADN