LTE-Versorgung bei der BVG

Kein Buch mehr in der U-Bahn!

Ein Traum vieler BVG-Nutzer wird wahr: Künftig können sie in der U-Bahn in Ruhe ihren Instagram Feed checken.

Ein Mann guckt auf sein Smartphone, während er in die U-Bahn steigt.

Surfen auch im U-Bahntunnel – das soll ab 2020 im gesamten AB-Liniennetz gehen Foto: dpa

BERLIN taz | Nun wird der Traum vieler Ber­li­ne­r*in­nen endlich wahr: 24/7 bei Instagram checken, was diverse In­fluen­cer*innen heute gegessen haben. Nach der Arbeit, schon bevor man zu Hause ist, die neuen Folgen der Lieblingsserie streamen. Unterwegs online die Weihnachtseinkäufe erledigen. Die BVG macht es möglich, dass zukünftig wirklich niemand mehr in der U-Bahn ein Buch lesen oder gar reden muss. Auch die Menschen, die sich keine 4G LTE Internetflat leisten können. Alle können mit dabei sein.

So lautet auch das Motto vom Teilnehmer Vodafone. „Wir bieten unseren O2-Kunden bereits seit einigen Jahren ein zuverlässiges LTE-Netz in der U-Bahn. Nun ermöglichen wir LTE für alle“, verkündet Marcus Thurand, der Vizepräsident Regional Implementation und Engineering bei Telefónica, am Dienstagmorgen in der Zwischenetage zur U5 im U-Bahnhof am Alex. LTE für alle bedeutet in diesem Fall: für alle, die Kund*innen bei Telefónica, Vodafone oder der Telekom sind, also bei den drei beliebtesten Handyvertrag- Anbietern in Deutschland.

Auf dem Weg von der U5 zur S-Bahn am Alex wird sich so mancher Berufsverkehrender am Dienstagmorgen gewundert haben. Auf der Zwischenetage stehen zwischen gelben Absperrbändern mit der Aufschrift BVG Thurand, Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende der BVG, Gerd von der Osten, Regionalleiter Technik bei Vodafone, und Matthias Poeten von der Telekom.

LTE-Versorgung in U2, U5, U7 und U8

Nikutta, passend zur BVG in Gelb gekleidet, und die drei Herren in Anzügen lassen sich von etlichen Fotograf*innen ablichten. An der Seite steht auf schick drapierten Holzkisten ein Buffet mit geschmierten Brötchen, Gemüse, Brezeln und verschiedenen Getränken. Mitten im U-Bahnhof gibt für die Menschen von der BVG und der Presse alles, was das Herz begehrt. „Es gibt hier echt gesunde Sachen“, findet auch Nikutta, als sie nach dem Fototermin vor dem Buffet steht. Stehtische sind mit schwarzem Stoff überzogen. Der eigentlich eher ranzige U-Bahnhof sieht plötzlich gar nicht mehr so dreckig aus.

„Unsere Kunden erwarten heute eine permanente Verfügbarkeit der sozialen Medien“, so von der Osten. Die schnelle Internetverbindung im Berliner U-Bahn-Netz sei ein großer Traum vieler BVGler gewesen.

Die LTE-Versorgung gibt es zunächst ab sofort auf den Linien U2 (Pankow bis Stadtmitte), U5 (Alexanderplatz bis Tiergarten), U7 (Gneisenaustraße bis Rudow) und U8 (Bernauer Straße bis Hermannstraße). Bis Ende 2020 wollen die Anbieter und die BVG das gesamte AB-Liniennetz ausstatten. Ob es Probleme gibt, wenn in der Rush Hour viele Menschen gleichzeitig surfen? „Wenn alle Menschen gleichzeitig HD-Videos streamen, ist das natürlich was anderes, als wenn alle online shoppen“, so Poeten.

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