LGBTQ in der Türkei: Über 100 Festnahmen bei Pride
Die türkische Polizei ist am Sonntag rigoros gegen Teilnehmende einer LGBTQ-Demonstration vorgegangen. Teile Istanbuls waren abgeriegelt.
Auch in der westtürkischen Stadt Izmir ging die Polizei gegen Teilnehmende der dortigen Pride-Parade vor und nahm den Organisatoren zufolge mindestens 48 Menschen fest.
In der Türkei äußern sich Vertreter der Regierung und Präsident Recep Tayyip Erdoğan immer wieder offen feindlich gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten und queeren Menschen (LGBTQ). Seit Jahren wird versucht, die jährliche Demonstration zu verhindern.
Der Gouverneur der Provinz Istanbul, Davut Gül, hatte bereits im Vorfeld angekündigt, Veranstaltungen, die die „Familie bedrohen“, nicht zulassen zu wollen. Mehrere Veranstaltungen in Zusammenhang mit dem sogenannten Pride-Monat zur Sichtbarmachung von LGBTQ waren untersagt worden, darunter etwa ein Picknick und eine Filmvorführung.
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