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Kunst auf Ab-Wegen

■ Neue Broschüre mit Kunst-Spaziergängen

Gehen Sie doch mal dahin, wo Sie am wenigsten ein Kunstwerk erwarten — schon befinden Sie sich sicher auf einem der Kunstspaziergänge, die in der neuen Broschüre „Alte und neue Denkmäler am Wege“ vorgestellt werden. Die Kunsthistorikerin Beate Manske hat in dem Heftchen acht Spaziergänge zusammengestellt, die so ganz nebenbei Bremer Geschichte(n) erzählen. Herausgegeben wurde die Broschüre von Handelskrankenkasse, Landesbetriebssportverband und der örtlichen Sparkasse.

Barbara Manske hat sich in Bremer Parks, Gärten und Grünanlagen schöne Spaziergänge erlaufen und ihren Blick auf Denkmäler, Gebäude und Straßen „am Rande“ gerichtet. Auf diese will sie aufmerksam machen, die Leute neben dem Schlendern zum Verweilen, Zeit nehmen und kritischem Betrachten animieren. „Man sieht nur, was man weiß“, sagt die Kunsthistorikerin; deshalb hat sie gerade das Unbekannte, wenig Spektakuläre aufgespürt.

Und sie hat sich in die entlegeneren Stadtteile vorgewagt. „Das fängt schon bei der Neustadt an — die wenigsten schaffen es, über die Brücke dorthin zu gelangen.“ Es lohnt sich: Franziuseck, Martinikirche und Buntentor schmücken gemütliches Flanieren am Deich — dazu immer wieder Denkmäler, Büsten und Skulpturen, wie etwa ein Portraitmedaillon von dem halbvergessenenReiseschriftsteller Johann Gottfried Seume.

„Weiter draußen“ lockt der Osterholzer Friedhof in Sebaldsbrück zu einem Rundgang, eine Alternative zum Bürgerpark-Spaziergang. Außerdem führt sie zu den Findorffer „Bunkerbildern“, zum „Englischen Park“ in Oberneuland, nach Borgfeld und Vegesack. Und selbst in der Altstadt gibt's noch einiges Unbekanntes — ist Ihnen schon mal das Ottilie-Hofmann-Denkmal oder die Heinrich-Heine-Bank aufgefallen? vip

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