: Kulturschaffende gegen Ausländerhaß
Berlin. In einem offenen Brief an den Bundestag haben Mitarbeiter von Kultureinrichtungen angesichts zunehmender Ausländerfeindlichkeit wirksamen Schutz für Ausländer gefordert. In der Initiative unter dem Motto „Selbstverständlich Miteinander“ verlangten sie zudem die Beibehaltung der Asylrechtsregelungen und die Prüfung eines Einwanderungsgesetzes. Weiterhin sollten die notwendigen Mittel bereitgestellt werden, um die Ursachen von Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Gewalt zu erforschen und durch Kultur-, Sozial- und Bildungsarbeit wirksam zu bekämpfen. Der Brief wurde von 1.830 Mitarbeitern aus 73 Kultureinrichtungen unterschrieben. Dazu gehören die Akademie der Künste, die Bibliothek der Humboldt-Universität sowie die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen