■ Kues' Vorschlag stößt auf taube Ohren: CSU gegen Kurswechsel in der Drogenpolitik
Bonn (dpa) – Die CSU hat sich strikt gegen einen Kurswechsel in der Drogenpolitik der Unionsparteien gewandt. Den Vorstoß des Vizevorsitzenden der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion, Hermann Kues, wiesen der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Michael Glos, und der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) gestern scharf zurück. Zurückhaltend gegenüber Kues' Vorstellungen äußerte sich der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Hans-Peter Repnik. Die Fraktion setzte eine Arbeitsgruppe ein, die das Thema ausdiskutieren soll.
Kues hatte in den vorigen Wochen mehrfach erklärt, die Union müsse sich der Wirklichkeit in den Kommunen stellen. Die christliche Barmherzigkeit gebiete es, Drogenabhängige aus dem Teufelskreis zu holen. Mit der Forderung, Fixerstuben und staatliche Drogenabgabe zu verbieten, mache es sich die CDU zu leicht. Kues stützte sich auf Beratungen der Sozial- und Gesundheitspolitiker der Fraktion.
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