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Kritische Studenten

■ Magere Resonanz der „Uni von Unten“

Nur 200 BesucherInnen kamen nach Semesterende für eine Woche zur „kritischen Uni“, ein eher mageres Ergebniss trotz bundesweiter Werbung. Ulrich van Koeverden, Mitorganisator im Asta, war trotzdem zufrieden: „Die Uni am Schneiderberg ist eine Woche lang zum Lebensraum geworden, und das war eines der Ziele“. In alternativen Seminaren sollten die Formen und Inhalte des regulären Universitätsbetriebes kritisch reflektiert werden.

Die Diskussionen kreisten immer wieder um die Situation der Hochschulen und die Reformvorhaben der Bundesregierung. Die weiteren Themen: Expo und Antifa, die Nord-Süd Problematik, Drogenkonsum und der Geschlechterkampf.

Kulturinteressierte machten Tanz- und Theaterworkshops, einige griffen auch zum Pinsel, um die Wände der Institutsflure zu verschönern. Für Silke, Studentin der Sozialwissenschaften, war die Woche zu kurz. „Wenn wir noch Energie haben, soll es in den nächsten Wochen weiter gehen“, sagt sie.

Die Idee einer „Uni von unten“ in Hannover kam von Asta-Mitglied Volker Macke. Er hatte Einladungen im ganzen Bundesgebiet verschickt. Die von auswärts Gekommenen suchten Anregungen für eine Umsetzung an der eigenen Hochschule.

Ein rundum positives Fazit zog die Radioinitiative La Mouche. Eine Woche lang sendeten die Lokalfunker zwischen 20 und 22 Uhr auf 107,4 MHZ und berichteten von der „Kritischen Uni“. Das Studio war im Hitorikercafe, und diesmal hatte man auch keine Angst vor Peilwagen: Die Landesmedienanstalt hatte eine vorübergehende Lizenz erteilt. bs/kb

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