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Kritik an Bonn

Heidelberg (AP) – Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat nach den Brandanschlägen in Mölln schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzler Helmut Kohl und Innenminister Rudolf Seiters erhoben. „Mit leeren Worthülsen zu den Anschlägen einerseits und einem unaufhörlichen Hochkochen der Asyldebatte andererseits betreibt die Bundesregierung tatsächlich eine Besänftigungspolitik gegenüber den Alt- und Neonazis und den rechtsradikalen Gewalttätern“, sagte der Zentralratsvorsitzende Romani Rose. Nach den Anschlägen, denen in den vergangenen Monaten auch Roma- und Sinti-Familien zum Opfer gefallen seien, wachse unter den Überlebenden des Holocaust die Angst vor einer unaufhaltbaren Eskalation der Pogrome und vor heimlicher Sympathie in Bevölkerung und Justiz für die Täter.

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