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Krieg im IrakOffensive gegen Islamischen Staat

Regierungstruppen haben im Westirak einen Großangriff gegen die Terrormiliz gestartet. Die US-geführte Koalition hat ihren Einsatz ebenfalls verstärkt.

ap | Die irakischen Regierungstruppen haben ihre lange erwartete Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in der im Westen des Landes gelegenen Provinz Anbar begonnen. Wie ein Militärsprecher, Brigadegeneral Jahja Rassul, am Montag im irakischen Fernsehen mitteilte, werden bei der groß angelegten Operation reguläre Einheiten von schiitischen und sunnitischen Kämpfern unterstützt. Der Einsatz habe bei Tagesanbruch begonnen.

Ob die US-geführte Koalition die Offensive mit Luftangriffen unterstützt, ging aus seinen Angaben nicht hervor. Die Koalition selbst teilte mit, sie habe ihre Angriffe nahe Ramadi verstärkt. Dabei seien diverse Fahrzeuge zerstört worden. Ministerpräsident Haidar al-Abadi erklärte, die Regierung sei fest entschlossen, den IS aus dem Irak zu vertreiben.

Im April hatten Regierungstruppen Tikrit zurückerobert, die Heimatstadt des früheren Diktators Saddam Hussein. Rassul machte am Montag keine Angaben über den Verlauf der jüngsten Offensive. Das Staatsfernsehen meldete aber die Einnahme einiger Dörfer in der Umgebung Falludschas.

Es ist nicht das erste Mal, dass die irakische Regierung eine Operation zur Rückeroberung von Anbar ankündigte. Die Terrormiliz IS hat in der Region mehrere große Städte, darunter die Provinzhauptstadt Ramadi, unter ihrer Kontrolle. Im Mai wurde eine Offensive bekanntgegeben, um Ramadi zurückzuerobern. In den vergangenen Wochen versuchten Regierungstruppen, Nachschublinien des IS für Ramadi und Falludscha zu unterbrechen.

Der IS bekannte sich am Montag zu einer Serie von Bombenanschlägen am Sonntag in schiitischen Gegenden von Bagdad. Dabei waren mindestens 29 Menschen getötet und 81 verletzt worden.

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