: Kreml bangt um Rußland
■ Sicherheitsrat warnt vor Instabilität. Lage nach Streikende normalisiert sich wieder
Moskau (dpa) – Der russische Sicherheitsrat hat nach den massiven Proteststreiks der Bergleute und den Unruhen in der Kaukasusrepublik Dagestan vor einer Bedrohung der politischen Stabilität und der nationalen Sicherheit Rußlands gewarnt. Kremlsprecher Sergej Jastrschembski nannte die Lage im Land gestern „schwierig und dramatisch“. Auch die Lage in Dagestan habe sich zeitweise drastisch verschärft und die Regierung zu raschem Handeln gezwungen. Für die Krise machte der Kremlsprecher die frühere Regierung mitverantwortlich. Das Ende März entlassene Kabinett habe keine wirksamen Maßnahmen zur Restrukturierung der Bergbaubranche und zur Entschärfung der Lage im Nordkaukasus ergriffen. Jastrschembski betonte, die Lage habe sich wieder normalisiert. Die Bergarbeiter hatten die Schienenblockaden in Südrußland und Westsibirien am Sonntag aufgehoben. Zuvor hatte Moskau die Zahlung ausstehender Löhne und ein Sozialprogramm zugesichert.
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