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Kreml-Gold alimentiert

■ 200.000 Mark aus Bonn für Zarengold-Ausstellung

Wofür bundesdeutsche Bürokratien, deren Haushaltstitel und heimische Bundestagsabgeordnete gut sind, hat gestern Kunstsenator Horst Werner Franke einem Eilbrief des Bremer SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Waltemathe entnehmen können. 200.000 Mark hat Ernst Waltemathe nachträglich beim Auswärtigen Amt zur Unterstützung der Renomier-Ausstellung „Gold des Kreml“ loseisen können, zweckgebunden und mit Nachweis versteht sich.

Dort beim Auswärtigen Amt gibt es im Haushalt für auswärtige Kulturpolitik ein kleines Finanz

töpfchen überschrieben mit den Worten „Ausstellungen aus devisenschwachen Ländern.“ Nun waren die 600.000 Mark, die aus diesem Topf zu verteilen sind zwar schon Anfang des Jahres von langfristiger planenden Ausstellern abkassiert worden, doch das Glück war mit den Bremer Ausstellungs -Spontis. In anderen Haushaltstiteln blieb soviel Geld übrig, daß die Bremer jetzt nur noch einen Verwendungsnachweis nach Bonn schicken müssen, um das Millionendefizit um 200.000 Mark verringern zu können.

taz

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