: Krawalle nach Preisanstieg
IWF-Kredit zwingt Ecuador zum Abbau von ÖPNV-Subventionen
QUITO ap/taz ■ Hunderte Demonstranten haben in mehreren Städten Ecuadors gegen Erhöhungen der Verbraucherpreise protestiert. In der Hauptstadt Quito wurden mindestens 30 Studenten festgenommen, nachdem etwa 200 Demonstranten Steine gegen Sondereinsatzkommandos der Polizei geworfen hatten. In einem anderen Stadtteil trieben mehr als 300 Demonstranten die Fahrgäste aus den Bussen und entführten die Fahrzeuge auf das Universitätsgelände.
Ecuador steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise, das Bruttosozialprodukt fiel 1999 um acht Prozent. Am 19. April hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) dem Land einen Kredit über 304 Millionen Dollar bewilligt, der an strenge Bedingungen geknüpft ist. Neben der Einführung des US-Dollar als Zahlungsmittel verlangt der IWF Lohnzurückhaltung und einen Abbau der Subventionen für Benzin. Dies hatte zu einer Verdopplung der Transportkosten geführt. mk
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