: Kooperation geplant
Online-Broker Consors will bei der Berliner Börse und der Berliner Effektenbank einsteigen
Die am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Online-Bank Consors will nach einem Magazinbericht 10 bis 25 Prozent der Berliner Börse erwerben. Der Spiegel berichtet vorab, Consors verhandele mit der Börse über eine enge Kooperation mit Kapitalbeteiligung. Die Börse wolle sich dabei künftig stärker auf Online-Kunden ausrichten.
Die Zusammenarbeit mit der Bank solle die Ausführung und Abwicklung von Orders vereinfachen und verbilligen. Dadurch könne sich die Berliner Börse stärker auf Privatkunden spezialisieren und von der geplanten Fusionsbörse London/Frankfurt absetzen, die von Großinvestoren dominiert werde.
Das Handelsblatt hatte bereits am Freitag berichtet, Consors übernehme die Mehrheit an der Berliner Effektengesellschaft und an der Berliner Effektenbank. Die Unternehmen wollten eine gemeinsame Plattform für das Privatkundengeschäft aufbauen, hieß es weiter. Entsprechende Verträge seien unterschriftsreif.
Der Spiegel berichtet, Consors wolle 53 Prozent der Aktien der Effektengesellschaft für rund eine halbe Milliarde Mark übernehmen. Bezahlt werde die Übernahme in Aktien. Durch den Kauf könnte sich Consors die Maklergebühren für seine Kunden stark senken und sich so einen Wertbewerbsvorteil verschaffen. RTR
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