■ Konsequenz aus Biblis-Überprüfung: Hinz will Strahlenschutzbeauftragten feuern
Wiesbaden (AFP) – Die bündnisgrüne hessische Umweltministerin Priska Hinz hat den Atomkraftwerksbetreiber RWE aufgefordert, ihren Strahlenschutzbeauftragten für das AKW Biblis abzulösen. Dieser habe seit zehn Jahren von Grenzwertüberschreitungen beim Brennelementetransport von und nach Biblis gewußt, ohne die Behörden zu informieren. Sollte RWE ihn nicht freiwillig ablösen, werde sie dies per Anordnung durchsetzen.
Die Forderung nach Ablösung des Strahlenschutzbeauftragten ist ein erstes Ergebnis der im Mai von Hinz angeordneten Zuverlässigkeitsüberprüfung von RWE. Bereits dreimal hat das hessische Umweltministerium die Stillegung von Biblis A verfügt. Aus dem CDU-geführten Bundesumweltministerium kam jedoch jedesmal die Weisung, die Verfügung zurückzunehmen. Nun geht Hinz davon aus, daß der designierte grüne Umweltminister Trittin dem Aus für Biblis nicht im Wege stehen wird.
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