Konflikt Kirgisistan und Tadschikistan: Kämpfe in Grenzregion verschärft
Tadschikistan und Kirgisistan werfen sich gegenseitig vor, mit schweren Waffen anzugreifen. Der Konflikt in der Grenzregion flammt immer wieder auf.
Foto: rar
rtr | Der Konflikt an der Grenzezwischen Tadschikistan und Kirgisistan verschärft sich weiter. Beide Seiten warfen sich am Freitag gegenseitig vor, mit schweren Waffen anzugreifen. Der kirgisische Grenzschutz erklärte, tadschikische Sicherheitskräfte hätten das Feuer eröffnet. Es sei entlang der gesamten Grenze zu Zusammenstößen gekommen.
Die tadschikische Seite setze dabei auch Panzer ein. Tadschikistan beschuldigte kirgisische Kräfte im Gegenzug, einen tadschikischen Grenzposten und sieben Dörfer mit schweren Waffenangegriffen zu haben. Dabei wurden laut den Behörden in dem OrtIsfara ein Zivilist getötet und drei weitere verletzt.
An der Grenze zwischen den beiden jeweils mit Russland verbündeten Ex-Sowjetrepubliken ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Konflikten gekommen. Die aktuelle Gewalt steht angesichts des Ukraine-Kriegs und des wiederaufgeflammten Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan aber unter einem anderen Vorzeichen.
Der kirgisische Präsident Sadyr Dschaparow und der tadschikische Präsident Emomali Rachmon nehmen beide aktuell an dem Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Usbekistan teil, den auch die Präsidenten Russlands und Chinas besuchen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert