: Koch sieht „neuen Stern“
BERLIN dpa/taz ■ Koch goes Möllemann: Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat am Donnerstag einen Eklat im Landtag verursacht. Koch warf dem Ver.di-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske vor, in der Debatte um die Vermögensteuer Namen einzelner vermögender Deutscher genannt zu haben. Dies sei „eine neue Form von Stern an der Brust“ und „eine schlimme Parallele zu anderen Zeiten“, sagte Koch. Oppositionsabgeordnete werteten dies als Anspielung auf den in der Nazizeit eingeführten Judenstern. Wegen lautstarker Proteste unterbrach Landtagspräsident Klaus Peter Möller (CDU) die Sitzung. Später entschuldigte sich Koch für die Äußerung und sagte, er habe sich in der emotionalen Debatte „vergaloppiert“. Gleichwohl sei es inakzeptabel, in einer politischen Diskussion Menschen zu stigmatisieren.
inland SEITE 9
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen