piwik no script img

Klimmt nimmt Strafbefehl an

TRIER afp ■ Das Amtsgericht Trier hat gegen Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt (SPD) Strafbefehl erlassen. Klimmt kündigte gestern bereits an, dass er den Strafbefehl in Höhe von 90 Tagessätzen des Nettolohns annehme, aber durchaus nicht an Rücktritt denke. Das Gericht war einem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt, die einen Strafbefehl wegen Beihilfe zur Untreue beantragt hatte, weil Klimmt als Präsident des 1. FC Saarbrücken einen Scheinvertrag unterschrieben haben soll. Der frühere saarländische Landeschef hatte bereits zuvor einen Rücktritt wegen der Doerfert-Affäre abgelehnt. Der Geschäftsführer der Caritas-Trägergesellschaft ctt, Hans Joachim Doerfert, steht wegen Untreue vor dem Landgericht Koblenz.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen