taz🐾sachen: Klima gerettet, taz eingeschneit
Trotz sinkender Temperaturen sind die Fahrradständer vor dem taz-Gebäude in der Friedrichstraße in Berlin gut befüllt, links und rechts von den Metallstangen sind die Drahtesel angeschlossen, und weitere (die besonders hochwertigen) stehen im Fahrradkeller der taz. Wer sich am Donnerstagmorgen mit einem dieser Fortbewegungsmittel zur Arbeit traute, musste es nach wenigen hundert Metern wohl bereuen. Es schneit! Ein rutschiger Weg über die Straßen, weiß gesäumte Ärmel und Schals. Aber schön! Und, klar: Die meisten von uns blieben ja sowieso zu Hause im Homeoffice. In den allmorgendlichen Telefonaten und Videokonferenzen, die mittlerweile ganz selbstverständlich das physische Eintrudeln und Plappern der taz-Redakteur:innen ersetzt haben, war es dann auch das Thema. „Wie schön“ versus „Wie ätzend, da durchzufahren“ waren einen Moment lang die viel interessanteren Gespräche als die zu besprechende Newslage (Unter anderem: Corona, Corona, und … ach ja, Corona!)
Nach dem #Flockdown letztes Jahr musste auch dieses Mal ein Schneewitz für Twitter her (diese Plattform, wo Journalist:innen sich tummeln). Inlands-Chefin Anna Lehmann hat es am besten getroffen. Zum Schneefoto schrieb sie: „Krass. #Grüne einen Tag im Amt und der #Klimawandel vorerst gestoppt.“ Fast hätte Seite-1-Redakteur Lukas Wallraff eine Schlagzeile daraus gemacht. Gab dann aber Widerspruch von den Kolleg:innen. Nicht weil zu albern (nie!), sondern zu lokal. Na ja, wo auch immer Sie das lesen: Hoffentlich schneit’s bei Ihnen auch. (taz)
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