Kinnforschung: das angeblich sinnloseste Körperteil der Welt:
Foto: Kinnfoto: reuters
Dafür lieben wir sie, die Apotheken Umschau, die wir gern auch Apo nennen. Gestern berichtete die alte Thekenschlampe wieder einmal von einer weltbewegenden Studie amerikanischer Wissenschaftler, die diesmal das sinnloseste Körperteil der Welt entdeckt haben wollen: das Kinn. Menschen sind die einzige Spezies mit Kinn. Bisher dachte man, es erfülle bestimmte Zwecke, etwa beim Kauen. Aber das stimmt offenbar nicht: „Das Kinn hat keinen Sinn“, folgert die binnenreimende Apo aus einer Studie von Forschern der Universität von Iowa. Das Kinn verstärke weder die Kräfte beim Kauen noch andere Tätigkeiten, fanden die Wissenschaftler dort heraus. Anscheinend habe es überhaupt keine Aufgabe. Und damit liegen sowohl die Kinnologen als auch die Rentner-Bravo falsch. Denn das Kinn hat zum Beispiel aerodynamische Funktionen, wie sich beim schnellsten Kinn der Welt, Michael Schumacher, immer wieder zeigte. Überdies hat es eine sexuelle Ausstrahlung – wie das supergeile, arschknuffig geteilte Kinn von Kirk Douglas. Nein, das medizinisch Mentum genannte Körperteil ist durchaus sinnvoll, nur darf es nicht aus Glas sein.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen