Keynote über Bedrohung durch Big Tech : Die Krise der gemeinsamen Wirklichkeit
Big Tech, Desinformation, rechte Netzwerke: Astrid Deilmann, Aufsichtsrätin der taz-Genossenschaft, warnt vor einer Krise demokratischer Öffentlichkeit – und sagt, wie wir uns die Kontrolle zurückholen. Ihre Rede auf der -Generalversammlung der taz-Genossenschaft in voller Länge.
taz Genossenschaft | Am 19. September 2026 kamen die taz-Genoss:innen zu ihrer jährlichen Generalversammlung zusammen. Dort hielt Astrid Deilmann, Aufsichtsrätin der taz-Genossenschaft, eine Keynote über die Rolle großer Digitalkonzerne beim globalen Aufstieg der neuen Rechten. Wir dokumentieren die Rede an dieser Stelle in ungekürzter Fassung. 🐾
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Meine Großmutter ist 98 Jahre alt. Sie ist die letzte noch lebende von 5 Geschwistern. Sie hat drei Kinder großgezogen und zu guten Teilen auch mich. Sie ist die Contenance in Person.
Am Abend des 6. September 2026 hat sie geweint. Nach der ersten Hochrechnung zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sagte sie zu mir: „Ich habe das doch alles schon mal erlebt.“
Ich bin gebeten worden, heute über das Thema „Demokratie in Gefahr“ zu sprechen. Ich hätte das als Historikerin tun können. Ich habe über die Weimarer Republik promoviert. Ich hätte also über historische Parallelen gesprochen, über politische Dummheit und über Lehren, die wir offenbar doch nicht gezogen haben.
Ich hätte über die Weisheit der Mütter und Väter unseres Grundgesetzes gesprochen. Menschen, denen die Erfahrung der Diktatur in Köpfe, Seelen und Körper eingebrannt war – und die deshalb eine Demokratie schufen, die sich gegen ihre Feinde verteidigen kann. Etwa mittels eines Parteiverbots.
„Das Silicon Valley klang mal verheißungsvoll nach Effizienz, Komfort und Verbindung. Was es heute bedeutet, sind Abhängigkeit, Manipulation und Zerstörung demokratischer Öffentlichkeit“
Aber ich möchte heute aus einer anderen Perspektive sprechen: als Aktivistin und als Kritikerin von Big Tech.
Denn ich glaube, wir unterschätzen einen entscheidenden Teil dessen, was gerade geschieht. Und ich glaube, es braucht viel mehr Druck, damit sich etwas ändert, bevor es zu spät ist.
Der Aufstieg der internationalen extremen Rechten ist ohne Big Tech nicht denkbar.
Vielleicht erinnert ihr euch an das Bild von Donald Trumps Amtseinführung: Hinter ihm standen die mächtigsten Tech-Milliardäre der Welt. Wortwörtlich.
Foto: reuters/Saul Loeb
Einige von ihnen hatten seinen Weg ins Amt mitbereitet. Und jetzt beanspruchten sie ihren Platz in der ersten Reihe. Das war der Deal.
Von dem, was all die Jahre davor hinter verschlossenen Türen vorbereitet wurde, haben wir keine ikonischen Bilder. Aber es gibt Berichte über die frühen Sympathien mächtiger Big Tech-Bosse für das Autoritäre. Und wir haben inzwischen ausreichend Belege dafür, dass sich Falschaussagen, extreme Emotionalität und rechtspopulistische Inhalte zigfach schneller verbreiten als ausgewogene und zuverlässige Informationen.
Foto: Rose Time
Dr. Astrid Deilmann ist Historikerin, Geschäftsführende Vorständin von Campact, Gesellschafterin von HateAid und seit 2024 Aufsichtsrätin der taz Genossenschaft.
Glaubt man der Facebook-Whistleblowerin Sarah Wynn-Williams, dann diskutierten Tech-Oligarchen wie Peter Thiel im höchsten Facebook-Gremium darüber, ob man rechtsradikale Parteien in Europa algorithmisch bevorzugen sollte – in der Hoffnung, dass diese Parteien im Gegenzug die europäische Regulierung von Tech-Konzernen abschwächen.
Man muss sich klarmachen, was das bedeutet.
Die libertären Tech-Milliardäre schaffen sich das politische System, das ihren ökonomischen Interessen am besten dient. Dafür bieten sie eine Infrastruktur, die für autoritäre Politik geradezu ideal ist. Für Autokratien ist eine in hunderttausende Datenpunkte zerlegbare, kommunikativ manipulierbare und überwachbare Bevölkerung ein Glücksfall.
Infografik:
Das Silicon Valley klang mal verheißungsvoll nach Effizienz, Komfort und Verbindung. Was es heute bedeutet, sind Abhängigkeit, Manipulation und Zerstörung demokratischer Öffentlichkeit.
Digitale Plattformen sind keine neutralen Kanäle. Sie sind Architekten unserer diskursiven Wirklichkeit.
„Die Forschung zeigt, dass politische Inhalte besonders erfolgreich sind, wenn sie sich aggressiv gegen eine gegnerische Gruppe richten. Das nennt die Forschung Out-Group Animosity. Zu deutsch: Feindseligkeit gegen Gegner“
Ihre intransparenten Funktionslogiken entscheiden maßgeblich, was wir sehen. Welche Themen groß werden. Welche Stimmen uns ständig begegnen, was aufregt und Angst macht. Nicht umsonst hat der Global Risk Report des Weltwirtschaftsforums Mis- und Desinformation auf Platz 2 der kurzfristig globalen Risiken gesetzt.
Deshalb ist der Kampf gegen den Machtmissbrauch von Big Tech für mich ein Befreiungskampf für die Demokratie und eine Bewältigungsstrategie gegen die wahren globalen Krisen.
Big Tech monetarisiert Aufmerksamkeit und Verhaltenssüchte. Die Gier nach Dopamin hält Menschen auf den Kanälen. Besonders zuverlässig bekommen unsere Aufmerksamkeit: Empörung, Angst, Konflikt.
Die Forschung zeigt, dass politische Inhalte besonders erfolgreich sind, wenn sie sich aggressiv gegen eine gegnerische Gruppe richten. Das nennt die Forschung Out-Group Animosity. Zu deutsch: Feindseligkeit gegen Gegner. Man könnte auch einfach sagen: Feindschaft funktioniert.
Die Internationale Extreme Rechte hat verstanden, wie man dieses System bespielt.
Ich gebe euch nur einige Beispiele aus den letzten Wochen:
■ Von Juni bis August entfielen 64,5 Prozent aller Aufrufe politischer TikTok-Konten aus dem Land auf AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund. Die CDU veröffentlichte mehr Beiträge als er – und kam trotzdem nur auf neun Prozent der Aufrufe. Weil der Content der Partei nicht der Platformlogik folgte? Auch. Aber eben nicht nur.
■ Das Auswärtige Amt identifizierte allein bei der sogenannten „Doppelgänger“-Kampagne 50.000 falsche Accounts, die innerhalb von vier Wochen mehr als eine Million Posts verbreiteten. In Fake-Videos und -Beiträgen wurden u.a. schwere Straftaten von Politiker*innen demok. Parteien vorgetäuscht. Darunter waren Deepfakes zB von LSA-Kandidat Olaf Meister (B90/Grüne) mit der Lüge, er hätte Milliardenbetrug begangen.
■ Dann gab es da den Clip, der am Tag der Wahl angeblich den rappelvollen Magdeburger Marktplatz mit das Wahlergebnis bejubelnden Menschen zeigt. Tatsächlich stammten die Bildaufnahmen aber vom Demokratiefestival einen Tag vor der Wahl, die Tonspur wiederum von einem Video der A*D-Jugendorgaisation.
Es gibt hunderte solcher Beispiele. Was wir verstehen müssen: Entstanden ist ein von jeglichen journalistischen Standards befreites neues Medienökosystem. Darin treffen pseudo-journalistische Empörungsmedien, rechte Streamer, Falschmeldungen und Hetznarrative auf Troll-Fabriken und Bots. Sie produzieren eine schiere Masse an Inhalten. Und diese Masse aus dem rechtsextremen Vorfeld erweckt den Eindruck von Relevanz.
Aus Häufigkeit wird Bedeutung.
Und wer bestimmt, worüber eine Gesellschaft spricht, hat einen entscheidenden Teil politischer Macht bereits gewonnen. Das nennt man Themensalienz. Am exemplarischsten funktionierte das bei der Kampagne gegen Frauke Brosius-Gersorf.
„Wenn wir uns nicht mehr darauf verständigen können, was überhaupt passiert ist, wird demokratische Auseinandersetzung unmöglich“
Ich war im April auf einem Kongress der Uni Cambridge. Digital- und KI-Fachleute aus aller Welt haben dort über Desinformation diskutiert. Ein Begriff fiel immer wieder: „Kognitive Krise”. Ich finde diesen Begriff wichtig.
Denn wenn Menschen permanent mit systematischer Desinformation, manipulierten Bildern, erfundenen Statistiken, KI-generierten Videos konfrontiert werden, entsteht irgendwann etwas viel Grundsätzlicheres als ein Informationsproblem.
Es entsteht eine Krise gemeinsamer Wirklichkeit.
Demokratie braucht keine Einigkeit. Sie lebt vom guten Streit. Aber wir brauchen eine gemeinsame Grundlage von Tatsachen, über die wir überhaupt streiten können. Wenn wir uns nicht mehr darauf verständigen können, was überhaupt passiert ist, wird demokratische Auseinandersetzung unmöglich.
Jürgen Habermas hat den Strukturwandel der Öffentlichkeit durch Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen beschrieben. Heute erleben wir einen neuen Strukturwandel. Musk, Zuckerberg, Thiel besitzen als Monopolisten die Infrastruktur, auf der Öffentlichkeit entsteht. Künstliche Intelligenz vervielfacht diese Macht.
Inwiefern? Propaganda ist nicht neu. Neu sind Geschwindigkeit, Reichweite und Präzision. Ein Deepfake muss nicht mehr hunderttausend Menschen mit derselben Lüge erreichen. Er kann hunderttausend Menschen mit hunderttausend Varianten derselben Lüge erreichen. Künstliche Intelligenz senkt die Kosten dafür dramatisch. Wir leben zunehmend in einer digitalen Propaganda-Ökonomie.
Was tun wir dagegen? Außer natürlich, die taz zu lesen und zu unterstützen?
„Nie war es so billig, Desinformation in perfekter Produktionsqualität herzustellen. Und nie war es so einfach, mit den Inhalten anderer Geld zu verdienen“
Der Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz’ bietet einen volkswirtschaftlichen Ausweg an. Ich finde das sehr spannend, weil er weder technisch noch moralisch oder politisch argumentiert. Er sagt sinngemäß: Verlässliche Information ist für eine Gesellschaft wie saubere Luft. Ihr Wert ist für uns alle unermesslich. Aber derjenige, der sie sauber hält, kann diesen gesellschaftlichen Wert niemals vollständig zu Geld machen.
Wegen dieses strukturellen Problems war Qualitätsjournalismus wirtschaftlich immer verwundbar. Digitale Plattformen und KI verschärfen dieses Ungleichgewicht dramatisch. Nie war es so billig, Desinformation in perfekter Produktionsqualität herzustellen. Und nie war es so einfach, mit den Inhalten anderer Geld zu verdienen.
Wenn wir diesen Markt einfach machen lassen, ist das Ergebnis vorhersehbar: Weniger hochwertige Information. Mehr billige Manipulation.Unsere Demokratien halten das nicht aus. Und sie stehen bereits unter enormem Druck.
Stiglitz schlägt deshalb konkret vor, mit ökonomischen Maßnahmen die in Dysbalance geratene Informationsarchitektur zu stabilisieren: Qualitätsjournalismus zu subventionieren, geistiges Eigentum durch empfindliche Strafen vor der Ausbeutung durch KI und Social-Media-Plattformen zu schützen und nicht zuletzt die Plattformen vollumfänglich für ihr Geschäftsmodell haftbar zu machen – die Kosten für Fake und Hetze also derart in die Höhe zu treiben, dass es sich nicht mehr lohnt.
Weltweit sind Demokratien auf dem Rückzug. Nach den Daten des schwedischen V-Dem-Instituts lebt inzwischen ein Großteil der Weltbevölkerung, satte 74 Prozent, in Autokratien. Der Weg dorthin führt immer seltener über Panzer vor dem Parlament.
Demokratien sterben schleichend. Und sie sterben nach Mustern.
Am Wahlabend – es lief gerade die erste Hochrechnung durch – wurde Tino Chrupalla gefragt, was er nun als erstes tun wolle. Seine Antwort: Einen „Kassensturz“ bei Vereinen und NGOs. Organisationen, die seiner Ansicht nach „indoktrinierte Politik“ betreiben, solle die Förderung gestrichen werden. Das war seine oberste Priorität. Damit handelte Chrupalla nach dem Masterplan der Autokraten.
Wir kennen das Muster aus vielen Ländern:
■ Zuerst werden Medien delegitimiert. Erinnert ihr euch, wie das 2014 bei Pegida mit der „Lügenpresse“ losging? Wer Medien erfolgreich als „Systemmedien“ diffamiert hat, muss sie irgendwann gar nicht mehr zensieren. Ein Teil der Bevölkerung glaubt ihnen ohnehin nicht mehr.
■ Dann kommt die Wissenschaft. Wir haben es bei Klimaforschern erlebt, bei Virologen. Wenn nicht mehr einzelne wissenschaftliche Ergebnisse kritisiert werden, sondern Wissenschaft als Methode diskreditiert wird, verlieren wir eine weitere Grundlage demokratischer Verständigung.
■ Dann kommt die Zivilgesellschaft. Plötzlich gibt es einen „NGO-Komplex“. Organisationen werden unter Generalverdacht gestellt. Finanzierungen werden gestrichen. Kritische Stimmen sollen verschwinden.
■ Und schließlich geht es an die Gerichte und unabhängigen Institutionen. Viktor Orbán hat in Ungarn vorgemacht, wie man sie Schritt für Schritt umbaut.
Am Ende gilt jeder, der widerspricht, als Teil eines vermeintlichen Systems: Wir gegen die.
„Die neue Rechte macht heute vieles von dem, was die alte Linke einmal predigte“
Das ist das Entscheidende an der neuen Internationalen extremen Rechten: Sie redet von Demokratie. Sie nutzt demokratische Verfahren. Und gleichzeitig zerstört sie die Voraussetzungen, unter denen Demokratie überhaupt funktionieren kann.
Und sie hat noch etwas verstanden. Die Politikwissenschaftlerin Lea Ypi hat sinngemäß so darauf hingewiesen: Die neue Rechte macht heute vieles von dem, was die alte Linke einmal predigte.
Sie organisiert sich international. Sie hat gemeinsame Gegner. Eine gemeinsame Erzählung. Eine Vorstellung davon, wie Gesellschaft aussehen soll. Und gleichzeitig verankert sie sich lokal und spricht eine Sprache, die Menschen verstehen.
Ich glaube, wir brauchen einen „Take Back Control“-Moment von links.Wir müssen uns die demokratische Kontrolle zurückholen. Über unsere Daten. Über die Regeln unserer Öffentlichkeit. Europa könnte in dieser Situation das spannendste und hoffnungsvollste politische Zukunftsmodell werden. Ich nenne das ein wenig einfallslos einen Digital New Deal für Europa.
Der historische New Deal Franklin D. Roosevelts entstand in einer Zeit, in der sich wirtschaftliche Macht so stark konzentriert hatte, dass ein unregulierter Kapitalismus begann, seine eigenen gesellschaftlichen Grundlagen zu zerstören – und dem Faschismus Auftrieb gab.
Die Antwort war nicht weniger Fortschritt. Die Antwort war eine neue Balance zwischen Demokratie und wirtschaftlicher Macht. Wirtschaftliche Macht musste wieder demokratieverträglich werden. Genau diese Aufgabe stellt sich uns heute erneut. Nur diesmal im digitalen Raum. Es geht um die kritische Infrastruktur einer Demokratie.
Ein konkreter Schritt könnte eine europäische Digitalabgabe sein. Die großen Plattform- und Technologiekonzerne erwirtschaften enorme Gewinne mit einer Infrastruktur, die längst Teil unseres gesellschaftlichen Lebens geworden ist.
Warum sollte ein Teil dieser Wertschöpfung nicht zurück in die Gesellschaft fließen? In einen europäischen Tech-Fonds. Für europäische KI-Forschung. Für Open Source. Für sichere europäische Cloud-Infrastruktur. Für Cybersicherheit. Für Medienkompetenz und den Kampf gegen Desinformation.
„Die taz zeigt seit Jahrzehnten, dass Öffentlichkeit auch anders organisiert werden kann: genossenschaftlich“
Aber auch für unabhängigen Journalismus. Und für eine starke Zivilgesellschaft.
Und damit bin ich bei der taz.
Denn die taz zeigt seit Jahrzehnten, dass Öffentlichkeit auch anders organisiert werden kann: genossenschaftlich.
Mit Misstrauen gegenüber konzentrierter wirtschaftlicher und politischer Macht. Und mit der Bereitschaft, unbequem zu sein – auch gegenüber den eigenen Leuten. Gerade das brauchen wir.
Demokratie bedeutet nicht, dass wir uns in unseren jeweiligen Lagern gegenseitig bestätigen, wie recht wir haben. Demokratie bedeutet, dass wir streiten können, ohne einander zu Feinden zu erklären.
In diesem Sinne war die taz nie einfach eine Zeitung.
Sie ist ein Stück demokratischer Infrastruktur. Und solche Infrastruktur werden wir brauchen. Denn vielleicht ist das am Ende die wichtigste Frage: Was können wir selbst tun?
Wir können uns weigern, unsere Gegenwart als etwas Unvermeidliches hinzunehmen. Wir können Widerstand leisten gegen die Normalisierung rechtsextremer Politik. Gegen Angriffe auf Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Und gegen die Vorstellung, Big Tech sei eine Naturgewalt, der wir uns eben fügen müssten. Das ist es nämlich nicht.
„Wir müssen unsere Demokratie vorwärts verteidigen“
Diese Unternehmen wurden von Menschen geschaffen. Ihre Geschäftsmodelle wurden politisch ermöglicht. Und ihre Macht kann politisch begrenzt werden. Wenn wir über die Verteidigung der Demokratie reden, klingt das oft nach Rückzug.
Mir ist wichtig: Wir müssen unsere Demokratie vorwärts verteidigen.
Mit einer Vorstellung davon, wie eine demokratische digitale Gesellschaft aussehen soll. Mit einer Öffentlichkeit, in der nicht diejenigen bestimmen, was relevant ist, die am meisten Geld mit unserer Wut verdienen.
Meine Großmutter hat am Wahlabend gesagt: „Ich habe das doch alles schon mal erlebt.“
Ich möchte ihr sagen können: Ja, wir kennen diese Geschichte. Und gerade deshalb wird sie nicht noch einmal genauso ausgehen.
Geht raus, packt pragmatisch an, baut lokale Strukturen auf, seid eine lebendige Zivilgesellschaft und schützt mit eurer Präsenz diejenigen, die jetzt Angst haben. Setzt eure eigenen Themen.
Und tut das mit der Zuversicht, dass politische Verhältnisse von Menschen gemacht werden – und deshalb von Menschen verändert werden können. 🐾