■ Kenia/Wahlen: Doch nicht ganz frei?
Nairobi (AFP) – Die ersten freien Wahlen seit 25 Jahren, die gestern in Kenia stattfanden, waren von Chaos und Gewalt im Vorfeld überschattet. Ein Kandidat des oppositionellen Forums für die Wiederherstellung der Demokratie (FORD Asili) wurde am Montag entführt, während die Frauenorganisation FEMNET beklagte, daß eine Kandidatin der oppositionellen Demokratischen Partei als „Geisel“ festgehalten werde. In beiden Fällen wurden Anhänger der Regierungspartei KANU verdächtigt. Am Sonntag wurden bei einer Demonstration in Nakuru 500 Oppositionelle festgenommen, so die FORD-Partei. Bei politisch motivierten Gewalttaten wurden sieben Menschen verletzt.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen