: Keine Konkurrenz
■ In Cuxhaven wird für 100 Mio. Mehrzweckhafen gebaut
Der geplante neue Hafen in Cuxhaven stellt nach Ansicht der „Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven“ (HWG) keine Konkurrenz zu den Häfen in Hamburg und Bremen dar. Dies betonte HWG-Vorsitzender Ferdinand Lühmann. Mit dem von der niedersächsischen Landesregierung mit 100 Millionen Mark geförderten Mehrzweckhafen würden völlig neue Schiffsverkehre aufgebaut, die weder Hamburg noch Bremen tangierten.
Dies treffe insbesondere für den Verkehr von Großbritannien durch den Nordostseekanal nach Finnland zu. „Die Hafenerweiterung in Cuxhaven ist gegen niemanden gerichtet. Wir nutzen lediglich den geographischen Standortvorteil an der Elbmündung aus.“ Die vorgelagerte Position Cuxhavens an der Nordsee sei auch im Hinblick auf die Transportkosten für viele Reede
reien von nicht zu unterschät zender Bedeutung. Die Entwicklungen in Osteuropa und die sich abzeichnenden Liberalisierungen in der Europäischen Gemeinschaft stellten historische Chancen dar.
Cuxhavens Oberstadtdirektor Hans-Heinrich Eilers kündigte eine Präsentation des neuen Hafens in Leningrad noch in diesem Jahr an. Der erste Spatenstich für die Mehrzweckumschlaganlage in Cuxhaven-Groden soll im Herbst erfolgen. Ende 1992 soll der Betrieb aufgenommen werden. Die künftige Betreibergesellschaft „Cuxport-Seehafen und Dienstleistungs GmbH“, der neben der „Seefischmarkt und Hafenumschlag Cuxhaven GmbH“ drei weitere finanzkräftige Unternehmen angehören, hat bereits Investitionen von 35 Millionen Mark in Aussicht gestellt.
dpa
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen