piwik no script img

Keine Entscheidung über Tunnel

■ Erste Runde im Senat gelaufen / Wedemeier für vierspurige Lösung

Daß er kommt, das ist keine Frage mehr, doch in welchen Dimensionen, das ist noch nicht raus: Gestern hat sich der Senat mit dem Hemelinger Tunnel beschäftigt. Der soll kommen, erklärten Klaus Wedemeier und die Bausenatorin Eva-Maria Lemke-Schulte, aber ob am Ende ein zweispuriges Modell herauskommt, wie die Bausenatorin und der Umweltsenator wollen, oder eine Lösung mit zwei Röhren und vier Auto-Spuren, die rund 50 Millionen Mark teurer wäre, das soll kommende Woche entschieden werden. Für die teurere Lösung sind außer den Senatoren für Wirtschaft und Finanzen auch Klaus Wedemeier.

Gleichzeitig sollen der Weiterbau der Straßenbahnlinie 2 vorbereitet und die Sanierungsgebiete in Hemelingen festgelegt werden. Mit der Sanierung soll parallel zum Tunnelbau begonnen werden, bei der Straßenbahn wird vor Ende dieses Jahrzehnts nichts passieren.

Woher das Geld für eine teurere Tunnellösung kommen soll, ist völlig unklar. Mehr als die Andeutung, daß dann innerhalb des Sonderinvestitionsprogramms umgeschichtet werden müsse, war Wedemeier nicht zu entlocken. Montag beraten die Ampelfraktionen, Dienstag tagt der Senat. J.G.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen