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Keine Einigung in zentralen Fragen

Die Gespräche zum iranischen Atomprogramm in Genf endeten nach drei Stunden. Kommt es zu einem Militärschlag gegen Iran?

Nach der zweiten Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und Iran steht weiterhin die Frage im Raum, ob es zu einem Militärschlag gegen Iran kommt.

Am Dienstag hatten Vertreter der USA und Irans in Genf über die Möglichkeit eines neuen Abkommens zum iranischen Atom­programm verhandelt. Vertreter Irans und des Vermittlers Oman äußerten sich danach positiv. Es habe eine Einigung über einen „Satz von Leitprinzipien“ gegeben, der den Weg für ein Abkommen ebnen könnte, sagte der ­iranische Außenminister Abbas Araghtschi nach dem Treffen. Omans Außenminister Badr Albusaidi sprach von „guten Fortschritten“.

Möglicherweise aber verliert US-Präsident Donald Trump „die Geduld“, so zitierte das Nachrichtenportal Axios eine nicht genannte Quelle aus dem Umfeld des US-Präsidenten. Trump hatte seinen Berater Jared Kushner und den Sondergesandten Steve Witkoff zu den Gesprächen geschickt. Er selber äußerte sich bis Mittwochnachmittag noch nicht, doch laut Axios machte Vizepräsident Vance deutlich, dass Trump zu der Überzeugung gekommen sein könnte, dass „Diplomatie an ihr natürliches Ende“ gekommen sei.

Ein amerikanischer Schlag gegen Iran sei keine Frage des „ob“, sondern eine Sache der Zeit, zitiert Axios US-amerikanische Quellen: „Es gibt eine 90-Prozent-Chance, dass es in den nächsten Wochen zu einer militärischen Aktion kommt.“

US-Präsident Trump hat für den Fall, dass es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommt, Iran mit einem Militäreinsatz gedroht, zuletzt sprach er am Montag von nicht näher genannten „Konsequenzen“.

Teheran will mit den USA nur über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen verhandeln, die USA und Israel pochen jedoch auch auf Verhandlungen etwa über das iranische Raketenprogramm.

(taz, afp)

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