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„Keine Beute mit der Meute“– Kiezdemo

Seit vergangenem Frühling hängt an der Wand hinterm Tresen in der Kneipe Meuterei in der Kreuzberger Reichenberger Straße eine sogenannte „Death Clock“. Das digitale Ziffernblatt zählt unbarmherzig die Tage bis zum Ende des Mietverhältnisses runter. Eine Verlängerung ist nicht in Sicht, da die Räume verkauft werden sollen. Die roten Ziffern sind zugleich Mahnung und Aufforderung an die Gäste, das Kollektiv und Anwohner*innen, denn das voraussehbare Ende wird nicht kampflos hingenommen. Mit verschiedenen Aktionen engagieren sich Menschen für den Erhalt solcher Kiezstrukturen.

Deshalb findet am Samstag unter dem Motto „Keine Beute mit der Meute“ eine Demonstration durch das Viertel statt. Auf der Route werden neben der Meuterei andere von Verdrängung bedrohte Projekte besucht, um ein öffentliches Bewusstsein für den Schwund vielseitiger Freiräume in der Stadt aufmerksam zu machen (26. 1., Kottbusser Tor, 14 Uhr).

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen