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Kein Rezept gegen Fußball-Randale

■ Harter Kurs nach Spielabbruch in Dresden angekündigt

Berlin (taz) — Auch nach den schweren Fußball-Krawallen in Dresden beim Spiel gegen „Roter Stern Belgrad“ fiel Politikern wie DFB-Vertretern wieder nur dasselbe nutzlose Rezept ein: mehr Polizei und härtere Strafen. Bundesinnenminister Schäuble dröhnte markig: „Unser Rechtsstaat wird mit aller Entschlossenheit dieser Gewalt entgegentreten.“ Bundestrainer Berti Vogts bezeichnete im taz-Interview die „Randalisten“ als „Kriminelle“. „Sie müssen wie Kriminelle behandelt werden. Man muß die Politiker mehr unter Druck setzen, daß es hier zu einem höheren Strafmaß kommt als bisher.“ Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte den DFB auf, mehr für die Sicherheit in den Stadien zu tun.

Am Mittwoch abend hatten Steinwürfe im Stadion zum Abbruch des Europacup- Spiels geführt. Schon am Morgen waren jugoslawische Fans von rund 150 Skins und Hooligans mit Steinen empfangen worden. Randale gabe es auch noch nach dem Spiel. Es waren die brutalsten Auseinandersetzungen nach den Krawallen vom November in Leipzig, als ein 16jähriger bei einer Straßenschlacht von der Polizei erschossen wurde. SEITEN 4 UND 14

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